Dezember 2008
Mutig und innovativ sein
MatchWork berichtet von den jüngsten europäischen INMA-Events
Im Oktober nahm MatchWork an zwei interessanten Veranstaltungen teil, die beide von der „International Newsmedia Marketing Association“ (INMA) organisiert wurden – der Europäischen Konferenz in Wien sowie dem INMA/IFRA Seminar „Classified Advertising“ in Prag.
Beide Veranstaltungen haben gezeigt, dass die Printbranche ihre Sichtweise in Bezug auf künftige Geschäftsmöglichkeiten in den Rubrikenmärkten tatsächlich verändert – und wie man diese Möglichkeiten nutzen kann.
Ausblick 2009
“Ausblick 2009” war das Thema der Europäischen INMA-Konferenz in Wien. In ihrer Keynote sagten Grzegorz Piechota und Jerzy Wojcik von der polnischen „Gazeta Wyborcza“, dass Zeitungsverlage zu viel Zeit mit „Wertsteigerung“ für Zeitungen und Werbung verbringen. „Manchmal vergessen wir unsere ureigene Mission und unsere Inhalte, die, wenn richtig vermarktet, die Lösung sein können, um Leser und Nutzer auf verschiedenen Kanälen anzuziehen.
Fangen Sie an zu experimentieren! Anstatt “die Köpfe in den Sand zu stecken”, sollten Zeitungsverleger lieber experimentieren.
„Lasst uns mutig und innovativ sein“, war die Aufforderung von Earl Wilkinson, Executive Director der INMA. Letztendlich kam Antonio Giner von “Innovation Consulting” zu dem Schluss, dass das Leben zu kurz sei, um langweilige Zeitungen zu lesen. „Lasst uns unsere Zeitungen relevant für die Bedürfnisse einer modernen Leserschaft gestalten – durch Innovationen, Marketing und vor allem einen großartigen Inhalt.“
Seminar Rubrikenanzeigen
In Prag war der Übergang von Print zu Online das zentrale Thema.
„Unser Geschäft besteht immer noch darin, Käufer und Verkäufer miteinander in Verbindung zu bringen: Stellensuchende und Unternehmen, usw. … aber dazu brauchen sie uns immer weniger. Anzeigen können überall umsonst platziert werden, und Suchmaschinen ersetzen die Verlage“, sagte Gerald Coniel von „Junk Mail Publishing“ in Südafrika. Mit 20jähriger Erfahrung im globalen Rubrikenmarkt lieferte der Geschäftsführer der “Junk Mail” aus Pretoria beim „Classified Advertising Seminar“ einen Überblick über die wichtigsten Trends.
Vom Produkt-Verkauf zum Service-Verkauf
„Die Rubrikenbranche steht vor den gleichen Herausforderungen wie die Musikindustrie! Weshalb für einen Song bezahlen? Weshalb bezahlen, um eine Rubrikenanzeige anzuschauen oder zu schalten?“ sagte Coniel. „Ein Online-Umsatzwachstum kann den Verlust des klassischen Printgeschäfts nicht ersetzen. Die Lösung wird ähnlich sein wie in der Musikindustrie.“
“Ihr neuer Partner ist die Technologie, und Suchmaschinen sind Ihre neuen besten Freunde!“, postulierte Coniel. Google ist in seinen Augen unumgänglich, denn darüber laufen 80 Prozent aller weltweit in Auftrag gegebenen Suchanfragen. Im Schnitt kommen 23 Prozent des gesamten Traffics auf den Rubriken-Webseiten in USA von Suchmaschinen.
“Eine optimal gestaltete Webseite wird sogar 50 Prozent des Traffics durch Suchmaschinen erzielen. Also vergessen Sie die Diskussion, ob Google auf Ihre Seite zugreifen darf oder nicht“, appellierte der „Junk Mail“-Geschäftsführer an die Zeitungsverleger. „Suchmaschinenoptimierung (SEO) ist für Ihre Webseite genauso wichtig wie der Vertrieb für Print. Google muss Sie finden können!“
Es wird einen Übergang von Print zu Online geben. Die Rubrikenbranche steht vor gewaltigen Veränderungen und strategischen Herausforderungen. Branchenanalysten erwarten ein weltweites Wachstum des Online-Rubrikenmarktes von 10 Mrd. US $ in 2006 auf 15 Mrd. US $ im Jahr 2010.
Online ist gekommen, um zu bleiben
Natürlich sind wir bei MatchWork froh, dass einflussreiche Organisationen des Printlagers allmählich die Tatsache akzeptieren, dass Online gekommen ist, um zu bleiben, und in die Planung und Strategie jeder Zeitung integriert werden muss.
Die Optimierung Ihrer Webseite für Suchmaschinen ist sehr wichtig, aber der strategische Diskussionspunkt liegt in der Frage: Wie tief hinein in Ihre Webseite sollten Google oder jede andere Suchmaschine sich verlinken können?
Wenn Sie dem Webcrawler den Zugriff bis auf die Ebene einzelner Page Views erlauben, z.B. für eine bestimmte Stellenanzeige, verlieren Sie auf Ihrer Webseite möglicherweise Traffic gegenüber der Lösung, Links nur bis auf die Ebene der Joblistings zuzulassen.
Links auf die Joblistings-Ebene ermöglichen Nutzern, die per Suche auf die Seite gekommen sind, einen Überblick über mehr als ein Stellenangebot auf Ihrer Webseite sowie die Chance, durch die Auflistung und die besonders herausgehobenen Anzeigen alle relevanten Stellenangebote wahrzunehmen.
Das könnte Besucher dazu verführen, etwas länger auf der Seite zu bleiben und mehr Page Views zu erzeugen, als es ein einfacher „Klick und zurück zu Ergebnisliste“ bewirken könnte.
Dies und vieles mehr können Sie mit unseren Experten diskutieren, wenn Sie Ihr nationales MatchWork-Büro kontaktieren. Wir sorgen dafür, dass Ihre Webseite auf den bestmöglichen Stand der Suchmaschinenoptimierung gebracht wird.
